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FAX (Faksimile)
Zur Geschichte von FAX (Faksimile)
Die Faksimile-Telegrafie zählt zu den ältesten Telegrafietechniken. Bereits vor der praktischen Nutzanwendung der Morsetelegrafie in Europa (1848) wurde von Alexander Bain (1843) ein Vorschlag für einen Kopiertelegrafen gemacht, der Zeichnungen, Schriftstücke und dergleichen übertragen sollte. Eine praktische Nutzanwendung erfolgte erst viel später. Das größte Problem war die Abtastung und Aufzeichnung der Vorlage. Eine stürmische Entwicklungszeit setzte ein. Versuche mit chemisch präpariertem Papier, Metallfolienpapier oder Tintenschreibsystem waren - wie auch die Verwendung von lichtempfindlichem Papier um die Jahrhundertwende bereits bekannt.
Die Abtastung der Vorlage durch einen Lichtstrahl sowie dessen Umwandlung in eine Amplitudenschwankung des Stromes war die Voraussetzung einer Bildübertragung im heutigen Sinne.
Besonders die Firmen RCA, BeIl, Western Union, Alden (USA) sowie Philips (Holland) und Muirhead (England) haben entscheidend dazu beigetragen, daß die Bildtelegrafie heute den Platz einnimmt, der ihr gebührt. In Japan werden seit den 20er Jahren Bildtelegrafen entwickelt, was heute zu einem der größten Fernkopiernetze geführt hat.
In Deutschland haben besonders die Firmen Siemens und Halske, Telefunken und die Firma Dr. Ing. Rudolf Hell (1926 erster Vorschlag eines Funkbildempfangsgerätes) die Entwicklungen vorangetrieben.
Arbeitsweise
Die zu übermittelnde Vorlage wird sendemäßig in einzelne Zeilen zerlegt und Zeile für Zeile abgetastet, ähnlich wie bei der Übertragung eines Fernsehbildes. Die Helligkeitswerte der Bildpunkte einer Zeile werden mittels einer optischen Abtasteinerichtung in elektrische Werte umgewandelt. Handelt es sich bei der Vorlage um ein Schwarz/Weiß-Bild, so erhält man nach der Umwandlung in ein elektrisches Signal einen Spannungssprung (binäres Signal), dessen Kennzustände dem Schwarz oder Weiß der Vorlage zuzuordnen sind. Bei der Abtastung von Vorlagen mit Grauwerten - auch Halbton-Bilder genannt - ist die Umwandlung in elektrische Werte ein analoger Vorgang. Entsprechend der Grauabstufungen zwischen Schwarz und Weiß entsteht eine lineare Spannung. Die so gewonnenen Bildsignale werden einem Modulator zugeführt, um sie mit einem Hilfsträger (SubCarrier) übertragen zu können. Auf der Empfangsseite werden die mit einem Hilfsträger übertragenen Bildsignale in einem Demodulator demoduliert. Die so gewonnenen Gleichspannungswerte (Spannungssprung oder analoge Spannung) steuern ihrerseits die Schreibeinrichtung des Empfangsgerätes.
Die Qualität des Übertragungsverfahrens wird im wesentlichen von der Anzahl der Bildpunkte je Zeile, der Anzahl der Zeilen/mm, der Anzahl der Zeilen/min und evtl. der Anzahl der übertragenen und reproduzierbaren Graustufen bestimmt.
Zu meinen Selbstbaugeräten der damaligen FAX-Technik.
HARIFAX II
Baujahr 1993
HARIFAX IV
Baujahr 1998